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Das Dach wird zum Klimaschützer: Wie Dachbegrünung Hitze und Starkregen beeinflussen kann

  • Autorenbild: Dach Mergler
    Dach Mergler
  • vor 1 Tag
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Stunden

Flachdach Begrünung
Dachbegrünung eines Flachdaches in München

Hitzeperioden, Starkregen und zunehmende Wetterextreme stellen Gebäude und Dächer vor neue Herausforderungen. Dachbegrünungen können dabei einen wichtigen Beitrag zu einer klimaangepassten Gebäudehülle leisten. Doch wie funktioniert ein begrüntes Dach eigentlich – und was muss bei der Planung und Ausführung beachtet werden?


Gerade bei Flachdächern und großen Dachflächen gewinnt das Thema Dachbegrünung zunehmend an Bedeutung. Denn ein Gründach ist nicht nur eine optische Aufwertung. Richtig geplant und ausgeführt, kann es Regenwasser zurückhalten, den Abfluss verzögern und die Aufheizung der Dachfläche reduzieren.

Für Eigentümer, Hausverwaltungen, Architekten und Gewerbebetriebe stellt sich deshalb zunehmend die Frage:

Kann das eigene Dach für eine Begrünung genutzt werden – und welchen Nutzen bringt sie für die Immobilie?


Warum der Klimawandel auch Dächer betrifft

Dächer sind der Witterung unmittelbar ausgesetzt. Sonneneinstrahlung, hohe Temperaturen, Starkregen, Hagel, Frost und große Temperaturunterschiede wirken direkt auf die Dachfläche und ihre einzelnen Bauteile ein.


Besonders im Sommer können sich Dachflächen stark aufheizen. Gleichzeitig können kurze, intensive Niederschläge innerhalb weniger Minuten große Wassermengen auf das Dach bringen.


Damit steigen die Anforderungen an:

  • Dachabdichtung

  • Entwässerung

  • Dachaufbau

  • Wärmeschutz

  • Anschlüsse und Durchdringungen

  • Notentwässerung

  • Regenwasserrückhaltung


Das Dach wird damit zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil einer klimaangepassten Immobilie.


Wie kann Dachbegrünung bei Hitze helfen?

Eine begrünte Dachfläche verhält sich anders als eine konventionelle, unbepflanzte Dachfläche.

Pflanzen beschatten die Dachoberfläche. Gleichzeitig wird Wasser über die Vegetation und das Substrat aufgenommen und durch Verdunstung wieder an die Umgebung abgegeben.

Dieser sogenannte Verdunstungseffekt kann dazu beitragen, die Aufheizung der Dachfläche zu reduzieren.

Das ist insbesondere bei großen Flachdächern interessant, die im Sommer einer intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.


Dachbegrünung ist allerdings kein Ersatz für eine gute Dämmung

Ein wichtiger Punkt: Eine Dachbegrünung ersetzt keine fachgerechte Wärmedämmung.

Für den sommerlichen Wärmeschutz eines Gebäudes spielen unter anderem Dämmstandard, Dachaufbau, Fensterflächen, Verschattung und Lüftung eine Rolle.

Die Begrünung kann jedoch ein zusätzlicher Bestandteil eines durchdachten Dachkonzepts sein.


Wie kann Dachbegrünung bei Starkregen helfen?


Dachbegrünung und Starkregen: Wohin mit dem Regenwasser?

Neben der Hitze ist Starkregen ein besonders relevantes Thema.

Bei einem konventionellen Dach wird Niederschlagswasser möglichst schnell über Abläufe und Fallleitungen abgeführt.

Eine Dachbegrünung funktioniert anders.

Substrat, Vegetation und gegebenenfalls zusätzliche Speicherschichten können einen Teil des Niederschlagswassers aufnehmen und zurückhalten. Das Wasser wird anschließend zeitverzögert abgegeben oder verdunstet.

Dadurch kann eine Dachbegrünung – abhängig von Aufbau, Niederschlagsmenge und Ausführung – zur Regenwasserrückhaltung und zur Entlastung der Entwässerung beitragen.


Wichtig ist dabei: Ein Gründach bedeutet nicht, dass Starkregen einfach „verschwindet“. Bei außergewöhnlich hohen Niederschlagsmengen muss das Dach weiterhin über eine sichere und fachgerecht geplante Entwässerung und Notentwässerung verfügen.


Was ist ein Retentionsdach?

Eine besonders interessante Weiterentwicklung ist das Retentionsdach.

Während bei einer klassischen extensiven Dachbegrünung die Pflanzen und das Substrat bereits Wasser speichern können, wird bei einem Retentionsdach die gezielte Rückhaltung von Niederschlagswasser stärker in den Dachaufbau integriert.


Das Ziel:

Regenwasser nicht möglichst schnell ableiten, sondern kontrolliert zurückhalten und verzögert abgeben.

Das kann insbesondere bei größeren Gewerbeimmobilien, Wohnanlagen und Flachdächern interessant sein.

Für Architekten, Planer und Immobilienverwaltungen wird das Thema deshalb zunehmend relevant, wenn es um ganzheitliches Regenwassermanagement geht.


Welche Dachbegrünung gibt es?

Grundsätzlich wird häufig zwischen extensiver und intensiver Dachbegrünung unterschieden.

Extensive Dachbegrünung


Eine extensive Begrünung ist vergleichsweise leicht und benötigt in der Regel weniger Pflege.

Typisch sind robuste Pflanzen wie:

  • Sedum

  • verschiedene Kräuter

  • Gräser

  • Moose

Extensive Begrünungen eignen sich häufig für größere Dachflächen und Flachdächer, sofern die technischen Voraussetzungen gegeben sind.


Intensive Dachbegrünung

Bei einer intensiven Dachbegrünung ist der Aufbau in der Regel höher und schwerer.

Hier können beispielsweise Stauden, Gräser oder – je nach Aufbau – auch kleinere Gehölze eingesetzt werden.

Der höhere Aufbau bedeutet allerdings auch höhere Anforderungen an Tragfähigkeit, Aufbau, Pflege und Bewässerung.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt deshalb immer vom jeweiligen Gebäude und Dachaufbau ab.


Kann jedes Flachdach begrünt werden?

Nein.

Bevor ein bestehendes Flachdach begrünt wird, müssen mehrere Punkte geprüft werden.


Dazu gehören beispielsweise:

1. Tragfähigkeit

Das Dach muss die zusätzlichen Lasten aus Begrünungsaufbau und gespeichertem Wasser aufnehmen können.

2. Dachabdichtung

Die vorhandene Abdichtung muss für den geplanten Aufbau geeignet und dauerhaft funktionstüchtig sein.

3. Gefälle und Entwässerung

Abläufe, Entwässerungswege und Notentwässerung müssen berücksichtigt werden.

4. Anschlüsse und Durchdringungen

Attiken, Dachabläufe, Lichtkuppeln, Lüfter und andere Durchdringungen müssen fachgerecht in den Aufbau integriert werden.

5. Wurzelschutz

Der Dachaufbau muss entsprechend der geplanten Begrünung ausgelegt werden.

6. Pflege und Wartung

Auch ein Gründach benötigt regelmäßige Kontrolle und Pflege.

Gerade bei bestehenden Gebäuden sollte deshalb zunächst ein Dach-Check beziehungsweise eine fachgerechte Bestandsprüfung erfolgen.


Dachbegrünung beginnt beim Dachdecker

Die Pflanzen sind nur ein Teil des Systems.

Damit eine Dachbegrünung langfristig funktioniert, müssen Dachabdichtung, Entwässerung, Schutzlagen, Begrünungsaufbau und Anschlüsse aufeinander abgestimmt sein.

Hier kommt das Dachdeckerhandwerk ins Spiel.

Denn eine Dachbegrünung kann nur dann dauerhaft funktionieren, wenn die darunterliegende Dachkonstruktion zuverlässig gegen Feuchtigkeit geschützt ist.


Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei beispielsweise:

  • Dachabläufe

  • Attikaanschlüsse

  • Randbereiche

  • Lichtkuppeln

  • Dachfenster

  • Lüftungsöffnungen

  • Kabel- und Rohrdurchführungen

  • sonstige Durchdringungen


Das grüne Dach beginnt deshalb nicht mit der Bepflanzung, sondern mit einem funktionierenden Dachaufbau.


Welche Vorteile kann ein Gründach für Immobilien bieten?

Je nach Dachaufbau und Standort kann eine Dachbegrünung mehrere Funktionen miteinander verbinden.


Regenwasserrückhaltung

Ein Teil des Niederschlags kann im Dachaufbau gespeichert und zeitverzögert abgegeben werden.

Reduzierung der Aufheizung

Vegetation und Verdunstung können zur Reduzierung der Aufheizung der Dachoberfläche beitragen.

Entlastung der Entwässerung

Durch die zeitverzögerte Abgabe kann die Belastung der Entwässerung bei Niederschlagsereignissen reduziert werden.

Mehr ökologische Fläche

Begrünte Dachflächen können Lebensräume und Nahrungsangebote für verschiedene Insekten schaffen.

Aufwertung von Immobilien

Ein professionell geplantes Gründach kann ein Bestandteil einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Immobilienstrategie sein.

Dabei sollte immer das gesamte Gebäude betrachtet werden und nicht nur die Dachfläche.


Dachbegrünung in München: Warum das Thema interessant ist

Auch in München und Umgebung sind Dachflächen zunehmend mit unterschiedlichen klimatischen Belastungen konfrontiert.

Sommerliche Hitzeperioden und intensive Niederschlagsereignisse zeigen, dass die Planung von Dächern mehr berücksichtigen muss als nur die klassische Funktion „oben dicht“.


Gerade bei Flachdächern von Gewerbeimmobilien, Wohnanlagen und größeren Gebäuden kann eine Dachbegrünung deshalb eine interessante Möglichkeit sein, Klimaanpassung, Regenwassermanagement und Dachfunktion miteinander zu verbinden.

Für Eigentümer und Hausverwaltungen stellt sich dabei vor allem eine Frage:


Ist die vorhandene Dachfläche technisch für eine Begrünung geeignet?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind der vorhandene Dachaufbau, die Tragfähigkeit, die Abdichtung, die Entwässerung und die geplante Art der Begrünung.


Was sollte vor einer Dachbegrünung geprüft werden?

Wer ein bestehendes Dach begrünen möchte, sollte nicht einfach mit dem Aufbau beginnen.

Sinnvoll ist eine systematische Prüfung:

  1. Dachaufbau analysieren

  2. Zustand der Abdichtung prüfen

  3. Tragfähigkeit klären

  4. Entwässerung und Notentwässerung überprüfen

  5. Anschlüsse und Durchdringungen kontrollieren

  6. Geeignete Begrünungsart bestimmen

  7. Pflege- und Wartungskonzept berücksichtigen

Wenn die vorhandene Abdichtung bereits Schäden aufweist oder am Ende ihrer Lebensdauer angekommen ist, kann es sinnvoll sein, Dachsanierung und Dachbegrünung miteinander zu planen.


Fazit: Das Dach wird Teil der Klimaanpassung

Dachbegrünung ist weit mehr als eine grüne Oberfläche.

Richtig geplant kann ein Gründach dazu beitragen, Regenwasser zurückzuhalten, den Wasserabfluss zu verzögern und die Aufheizung der Dachfläche zu reduzieren. Gleichzeitig kann es ökologische und gestalterische Vorteile bieten.

Entscheidend ist jedoch der technische Unterbau.


Eine nachhaltige Dachbegrünung braucht ein dauerhaft funktionierendes Dach.

Deshalb sollten Dachabdichtung, Dämmung, Entwässerung, Tragfähigkeit und Begrünungsaufbau gemeinsam betrachtet werden.

Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden und Starkregenereignisse wird das Dach damit zu einem immer wichtigeren Bestandteil einer klimaangepassten Immobilie.


Sie überlegen, Ihr Flachdach zu begrünen?

Dach Mergler prüft Dachflächen in München und Umgebung und berät zu Dachaufbau, Abdichtung, Entwässerung und möglichen Lösungen für eine Dachbegrünung.



📞 Telefon: +49 (0) 89 5500 6860

✉️ E-Mail: info@dach-mergler.de



DACH MERGLER – Dachverstand mit Sachverstand.

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